Nachlese

Neblig ist's,
nein - nicht draußen.
Hier, bei dir und mir!

Still sitzen wir am Tisch,
uns gegenüber,
schweigen nicht.

Wir reden daher,
über dies, über das,
ohne Plan - ohne Sinn.

Das Ziel verfehlt,
am Thema vorbei,
aber nicht über uns.

Fühl mich unwohl,
bin traurig, ja,
richtig verletzt.

Wo ist es hin,
das Vertrauen,
das Gefühl der Geborgenheit?

Ich will dies,
will das,
doch trau mich nicht.

Schau in dein Gesicht,
dir geht's wie mir,
seh' dein Lächeln, den traurigen Blick.

Will den Schmerz nicht,
will ihn nicht spüren,
den Schmerz, dich zu verlieren.

Reagiere kühl,
schirm ab mein Gefühl,
der Schmerz, er wird mir zu viel!

Ich komm nicht raus,
raus aus meiner Haut,
brauch dich, doch nicht so.

Was, du willst schon gehn?
Schön, denk ich,
doch bitte, lass mich jetzt nicht allein!

Ich denk,
ich ruf dich an,
und lass es bleiben ...


Der Abschluß eines völlig missratenen Abends, dem zu allem Überfluss eine recht lange Funkstille folgte. Dennoch - oder gerade deshalb - ein wichtiger Tag!


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