Ich beobachte Dich

Ich beobachte Dich
Kenne Dich
Verstecke Dich
Sehe Dich

Jetzt stehst Du da
Regungslos
Bewegungslos
Starr
Wie gelähmt
Am See

Den Blick auf das tiefe Dunkel des Wassers gerichtet
Das schwache Licht des Mondes umspielt Deinen Körper
Aufziehender Nebel verhüllt dich
Schwach erkennbar stehst du da

Dein Spiegelbild von kleinen Wellen zerrissen
Konturen verschwimmen
Starren ins Dunkel der Nacht
Zielsuchend

Eingebrochen im See der Träume
Unsichtbar die Tiefe

Jetzt existent
Zukunft nicht greifbar

Fäuste geballt
Die Sinne geschärft
Zum Angriff bereit

Augen weit geöffnet
Zum Schreien bereit
Weinen verneinend

Ein stummer Schrei verklingt, Stille
Unscheinbar stehst du da,
Allein, allein mit dir

Fällst auf die Knie
Der Kopf geneigt
Die Augen verschlossen
Verzweifelt
So kniest Du da

Finger tastend
Suchen halt
Spüren feuchten Sand
Greifen ihn
Halten ihn
Fesseln ihn

Sehe Dein von Zweifel durchzogenes Gesicht
Träume Sehnsüchte Hoffnungen
Du stehst auf
Gefühle Phantasien Träume
Gehst
Deinen Weg


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