1000 Fratzen
1000 Fratzen starren dich an,
Fratzen, nur in Lumpen gehüllt,
sabbernd, lechzend vor Gier,
und - sie wollen was von dir!
1000 Fratzen rücken immer näher,
kommen näher Schritt für Schritt,
kannst schon ihren Atem spüren,
nass, kalt, stinkend, geradezu verfault!
1000 Fratzen lassen dich nicht los,
kannst sie spüren auf deiner Haut,
Berührungen voll von Angst, voller Wut
zerfressen die Seele, foltern das Hirn!
1000 Fratzen haben dich gepackt,
du kannst ihnen nicht entkommen,
denkst an Sterben, denkst an Tod,
wie früher schon, ja, wie damals auch.
1000 Fratzen quälen dich immer weiter,
du läufst, du schreist, und doch,
niemand hört dich, keiner versteht dich,
wie sollt es auch anders sein, denn du bist allein.
1000 Fratzen starren in dein Gesicht,
ohne Licht, Schatten nur um dich herum,
nichts ist da, nur sie, die 1000 Fratzen,
die Erinnerungen aus deiner Vergangenheit.
Die Entstehung dieses Textes zog sich über Wochen und Monate hinweg, er wurde immer und immer wieder be- und überarbeitet, bis er endlich fertig wurde. Ursprünglich als Songtext gedacht, verschoben sich die Schwerpunkte zunehmends.




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